Amerikaner mögen Wert
Foto: kupicoo/Getty Images
Die Amerikaner sind weitgehend mit dem Konzept der wertebasierten Pflege einverstanden, aber eines scheint ihnen nicht so gut zu gefallen: der Begriff selbst, der ihnen entweder nicht gefällt oder den sie nicht verstehen.
Dies geht aus einer neuen Studie von United States of Care hervor, die ergab, dass 64 % der 1.000 befragten Personen eine wertorientierte Pflege den kostenpflichtigen Modellen vorzogen.
Die Umfrage nutzte auch eine auf künstlicher Intelligenz basierende Feedback-Sammelplattform namens ReMesh, um tiefere Erkenntnisse von etwa 100 Umfrageteilnehmern zu gewinnen. 89 Prozent der ReMesh-Teilnehmer bevorzugten eine wertorientierte Pflege.
WAS IST DIE AUSWIRKUNG?
Mehr als die Hälfte der Befragten (59 %) stand dem Begriff „wertebasierte Pflege“ positiv gegenüber, aber selbst diejenigen mit einer positiven Meinung zu dem Begriff bevorzugten andere Bezeichnungen wie „Patientenorientierte Pflege“ und „Qualitätsorientierte Pflege“. ." Viele Menschen assoziieren „wertebasierte Pflege“ mit geringer Qualität, darunter etwa 75 % der ReMesh-Teilnehmer.
Über den Begriff hinaus äußerte etwa die Hälfte der Befragten Zweifel an der praktischen Anwendung eines wertebasierten Rahmenwerks; Viele machten sich Sorgen darüber, wie sich die Zahl der Ärzte auf die Kosten auswirken würde, wenn sie weniger Patienten behandeln würden, und mehr als die Hälfte machte sich Sorgen über die Wartezeiten, da sie davon ausgingen, dass sie länger dauern könnten, weil die Ärzte mehr Zeit mit ihren Patienten verbringen würden.
Ein Trend unter den Ergebnissen ist, dass die Menschen tendenziell ein Gesundheitssystem bevorzugen, bei dem das Patientenerlebnis wichtiger ist als Quantität – eins der Kennzeichen einer wertorientierten Versorgung – und dass das Gesundheitssystem zu groß und fragmentiert ist.
Sie beklagten außerdem lange Wartezeiten und den Eindruck, dass finanziell wohlhabende Amerikaner bei Terminvereinbarungen und hochwertiger Pflege an vorderster Front stehen.
United States of Care empfahl, die Botschaften rund um wertorientierte Pflege zu vereinfachen und sich weiterhin auf die Verbesserung der Pflegeerfahrungen der Patienten zu konzentrieren.
Die Überbrückung der Kommunikationslücke zwischen Experten und der realen Welt sei ein notwendiger Bestandteil für den langfristigen Erfolg eines Ansatzes, bei dem der Patient an erster Stelle steht, so die Forscher. Das Ergebnis ist ein stärker personenzentriertes und personalisiertes Gesundheitssystem, bei dem Qualität vor Quantität im Vordergrund steht.
DER GRÖSSERE TREND
Ein Bericht der Medical Group Management Association aus dem Jahr 2022 ergab, dass die wertorientierte Versorgung in den meisten Fachgebieten immer noch nur einen kleinen Teil des medizinischen Umsatzes ausmacht.
Daten aus der Umfrage ergaben, dass die Einnahmen aus wertorientierten Verträgen 6,74 % des gesamten medizinischen Umsatzes in den Fachgebieten der Primärversorgung, 5,54 % in den chirurgischen Fachgebieten und 14,74 % in den nicht-chirurgischen Fachgebieten ausmachten.
Über alle Praxen hinweg betrug der mittlere Umsatz aus wertbasierten Verträgen 30.922 US-Dollar pro Anbieter.
Eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie des JAMA Network ergab, dass wertebasierte Medicare Advantage-Modelle bessere Ergebnisse und eine höhere Effizienz für Patienten erzielen, sowohl im Allgemeinen als auch in Bezug auf spezifische Kennzahlen wie vermeidbare Besuche in der Notaufnahme und Wiedereinweisungen.
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